Konfirmation 2022

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In der Evangelischen Kirchengemeinde Oftersheim wurde Ende Juni Konfirmation gefeiert. 29 Jugendliche zogen mit dem Kirchengemeinderat und Pfarrer Tobias Habicht feierlich in die Kirche ein, so manche Eltern kämpften mit den Tränen. Es ist zwar nicht das erste Mal, dass ihre Kinder in der Gemeinde selbstständig auftreten – aber die Jugendlichen waren die Hauptpersonen, nicht Eltern oder Paten. Die wurden genau genommen gar nicht gefragt.

Die Konfirmation ist so etwas wie die Fortsetzungsgeschichte zur Taufe. Wenn ein Kind getauft wird, bringen es die Eltern und Paten zur Taufe. Das Kind ist in der Regel noch zu klein, um das für sich zu entscheiden. Eltern und Paten bitten um Gottes Segen für das Kind. Dem Kind wird zugesagt: „Du bist Gottes Kind! Du kannst dich darauf verlassen: Gott wird dich begleiten. Immer.“ Mit 13 werden die Jugendlichen dann zum Konfirmandenunterricht eingeladen. Da lernen sie viel über den Glauben. Sie können ihre Fragen stellen, diskutieren und suchen gemeinsam Antworten. Sie erleben die Gemeinschaft in der Gemeinde. Sie feiern Gottesdienste mit und machen sich mit Gemeinde vertraut. So sollen sie erfahren und miterleben, was es bedeutet, zu glauben und zur Gemeinde zu gehören.

In seiner Ansprache über das Lied „Wer wenn nicht wir“ von Wincent Weiss, das Roman Fritsch sich am Klavier selbst begleitend vortrug, sprach Pfarrer Habicht über das anfängliche Zusammenwachsen der Gruppe und das schnell wachsende Vertrauen zueinander. Und über seine Begeisterung über die Gruppe, die sich auch von spontanen Änderungen im Corona-Alltag nicht so schnell aus dem Konzept bringen ließ. „Ob ihr das mitnehmen werdet in euer Leben? Dass dich so schnell nichts umhaut? Dass du die anderen brauchst – mehr als nur ein paar Klicks und Memes, mehr als in einer Sprachnachricht oder einem Emoji. Dass die Welt nicht selbstverständlich ist. Dass Normalität nicht selbstverständlich ist. Dass Frieden nicht selbstverständlich ist. Dass du selbst etwas bewegen kannst. Dass nur du die Welt besser machen kannst. Dass die Welt dich braucht. Genau dich. Und dass du etwas brauchst: dass du zuversichtlich sein kannst im größten Chaos, dass du Hoffnung im Herzen tragen kannst im Schattenreich, dass du geliebt bist. Und das hat seinen festen Grund. Für mich weiß ich das, dass es den gibt – Gott, der mit mir durch alle Zeiten geht, selbst auch durch die verrücktesten Dinge hindurch, er lässt sich keine Sekunde abhalten davon, für mich da zu sein. Egal wie krass das Leben ist. “

Beim Konfirmationsakt wurden die Jugendlichen öffentlich gefragt: „Soll das dein Glaube sein? Willst Du das glauben? Willst du darauf vertrauen?“ und danach eingesegnet. Sie konnten das bewusst erleben und spüren durch Handauflegung. Und können sich später immer wieder erinnern: Gott wird für mich da sein. Jeder Konfirmand, jede Konfirmandin bekam einen selbst gewählten Konfirmationsspruch auf einer Urkunde, sowie ein Kreuz durch den Kirchengemeinderat überreicht.

Im Namen des Kirchengemeinderats gratulierte Michael Gieser als Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Mit einem kleinen Experiment bracht er die Gemeinde dazu, gemeinsam zu schnipsen und zu klatschen, um dann festzustellen: es braucht jemanden mit einer Idee oder einem Impuls, um etwas in Gang zu setzen. Er forderte die Neukonfirmierten auf, sich mit ihren Ideen in Kirche und Gemeinde einzubringen, da sich sonst kaum etwas verändern könnte. Auf sie käme es an.

Organist Thilo Ratai und der Evangelische Posaunenchor Oftersheim-Schwetzingen unter Leitung von Bezirkskantor KMD Detlev Helmer bereicherten den Gottesdienst und machten ihn gemeinsam mit Roman Fritsch, der zwei weitere Lieder beisteuerte, zu einem musikalischen Fest.

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